Doris hatte sich schon lange auf die Lesung gefreut. Der von vielen Kritiker:innen gelobte Autor Maximilian Kranz stellte sein neuestes Buch vor – einen auf wahren Begebenheiten beruhenden Roman über das Leben einer in jungen Jahren verlassenen Frau, die sich in der Fremde ein neues Zuhause aufbaut.
Der Saal war voll. Viele Zuhörer:innen hingen an den Lippen des Autors, der mit seiner sorgfältig gewählten Sprache beeindruckte. Besonders berührend war die Szene mit dem innerlich zerrissenen Hauptcharakter, dessen Gedankenwelt mit feiner Beobachtungsgabe dargestellten wurde. Doris, die neben einer regelmäßig lesenden Bekannten saß, machte sich eifrig Notizen.
Nach dem Ende der Lesung stand eine Diskussion auf dem Programm. Viele an Literatur interessierte Gäste nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Der Autor antwortete offen und zeigte sich als reflektierend sprechender Mensch mit Humor.
Am nächsten Morgen setzte sich Doris an den Schreibtisch, um ihre Rezension zu schreiben. In der Redaktion wurde großer Wert auf präzise formulierte und sprachlich variantenreiche Texte gelegt. Also achtete sie genau auf die Wirkung ihrer Sprache.
Sie begann mit einer kurzen Einführung zum Inhalt, beschrieb den Aufbau des Romans und widmete sich dann den Figuren. Besonders faszinierte sie die vielschichtig dargestellte Protagonistin. Doris hob hervor, wie die emotional aufgeladene Atmosphäre der Geschichte durch schön komponierte Bilder verstärkt wurde.
In ihrem Fazit schrieb sie: „Ein literarisch fein gearbeiteter, nachdenklich stimmender Roman, der lange im Gedächtnis bleibt.“
Nach der Abgabe war sie zufrieden. Später am Nachmittag erhielt sie eine E-Mail von ihrer Chefredakteurin: „Sehr gelungene Rezension – klar strukturiert und anschaulich geschrieben!“
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