Sprache formt unser Denken – das merkt Doris gerade besonders stark. In einem neuen Sachbuch geht es darum, wie Sprache unbewusst unsere Wahrnehmung steuert.
Darin wird erklärt, dass auch kleine Wortbausteine große Wirkungen haben können – vor allem, wenn es um Adjektive mit Vorsilben geht. Ein sozialer Mensch ist nicht dasselbe wie ein unsozialer Mensch – und moralisch bedeutet nicht dasselbe wie amoralisch.
Doris erinnert sich an ein Gespräch mit Kurt. Er hatte einmal einen Bewerber als uninteressant beschrieben. Sie hatte ihn darauf angesprochen und gefragt, ob er nicht eigentlich meinte, dass der Mann zurückhaltend gewesen sei.
Viele negative Adjektive entstehen durch Vor- oder Nachsilben wie un-, -los, in-, dis- oder -frei. Ein kritikloser Mensch wirkt oft ahnungslos – aber ist er auch wertlos? Und was ist mit einem emotionsfreien Chef?
Im Buch wird auch gezeigt, wie stark solche Begriffe unser Bild von Menschen beeinflussen können. Wer als asozial, respektlos oder unnormal beschrieben wird, bekommt oft keine Chance, sich zu erklären.
Am Ende denkt Doris über die Kraft von Sprache nach – und darüber, ob es nicht besser wäre, öfter neutrale Formulierungen zu verwenden.
Hier kommen ein paar Fragen zum Text.
Grammatik 🎯
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Dein Wortschatz
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